Neuer Medienpartner Stuttgarter Zeitung

Mar 09 2011

Nach WELT Online und FAZ.net ist jetzt die Stuttgarter Zeitung als dritter Medienpartner mit an Bord beim Politikatlas Schulreform.

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Zehn Thesen zum Problem intransparenter Gesetzgebung

Oct 29 2010

1.

Gesetzgebung, wie überhaupt politische Gestaltung generell, kann in der heutigen pluralistischen Gesellschaft nur erfolgreich sein, wenn die Betroffenen in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Ohne den Input möglichst weiter Kreise der von der Regulierung Betroffenen ist die Gefahr, am Problem vorbeizuregulieren oder später an gesellschaftlichen Widerständen zu scheitern, übergroß.

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Schulreform: Orientierung im Bildungsdschungel

Oct 04 2010

“Selten habe ich ein derart gut konzipiertes Interface gesehen, wenn überhaupt zuvor.” EDaktik.de

Wie bringen wir unseren Kindern besser das Lernen bei? Ist es richtig, sie in verschiedene Schularten zu sortieren? Und wenn ja, in welchem Alter? Was wird aus der Hauptschule? Und was aus den Gymnasien?

2011 wird in sechs Ländern gewählt. Wahlkampfthema Nr. 1 wird überall das Thema Schulreform sein.

Die Fragen sind überall die gleichen. Die Antworten nicht: Die 16 Bundesländer setzen auf ganz unterschiedliche Modelle.

Welche das sind, wo die Probleme liegen und wo die Lösungen und wie alles mit allem zusammenhängt – das zeigt der Politikatlas Schulreform, den wir heute der Öffentlichkeit präsentieren.

Update 10.10.2010: Die FAZ hat den Politikatlas ebenfalls auf ihrer Website eingebunden, außerdem auf dem Themenportal FAZSchule.net.

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WELT Online präsentiert Politikatlas

Oct 02 2010

WELT Online macht mit dem Politikatlas auf:

Und präsentiert den Politikatlas Schulreform exklusiv und vorab für die WELT-Online-Leser.

Wir sind gespannt auf die Resonanz.

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Launch auf WELT Online

Oct 01 2010

Morgen erblickt unser Pilotprojekt, der Politikatlas Schulreform, das Licht der Öffentlichkeit.

Wir haben die WELT als Partner für den Start gewinnen können. Die morgige Ausgabe bringt einen Artikel zu dem Projekt, und WELT Online wird den Politikatlas exklusiv vorab veröffentlichen.

Das freut uns sehr.

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Der Politikatlas Schulreform ist fast fertig

Aug 24 2010

Die Beta-Version steht. Wir testen sie jetzt noch, glätten letzte inhaltliche Feinheiten und checken alle Inhalte noch einmal sorgfältig gegen.

Soviel kann ich jetzt schon sagen: Das Ding ist echt schön geworden. Dank und Kompliment an Karen Hentschel, Pierre La Baume und Marc Tiedemann! Die drei haben gearbeitet wie die Brunnenputzer in den letzten Wochen. Hat sich das gelohnt? Aus meiner Sicht auf jeden Fall.

Gelauncht wird im Herbst, wahrscheinlich Anfang November. Später als geplant, aber ist ja immer so. Dann gibt’s hier richtig was zu gucken.

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Politikatlas Schulreform

Jun 21 2010

Unser Pilotprojekt, finanziert von der Vodafone Stiftung, nimmt Gestalt an. Bis Anfang Juli soll das grafische Konzept im Detail stehen. Anfang September wollen wir die Seite launchen.

Die Reform des Schulsystems ist ein komplexes Thema, das sehr viele Menschen unmittelbar in ihrer Lebensführung betrifft. Schulpolitik ist Ländersache, daher gibt es, anders als bei Reformen auf Bundesebene, nicht eine gebündelte Reformdiskussion, sondern 16 verschiedene, die teilweise an disparaten landesspezifischen Gegebenheiten ansetzen. Andererseits sind die Probleme, die die Reformdebatte auslösen – soziale Herkunft als bestimmender Faktor, mangelnde Durchlässigkeit, schwaches Abschneiden in Leistungstests, Niedergang der Hauptschulen etc. – vielfach länderübergreifend die Gleichen.

Am Beispiel Übergang Grundschule / weiterführende Schule wollen wir die Positionen und Lösungsansätze, die dazu in den einzelnen Bundesländern angeboten und diskutiert werden, in eine umfangreiche interaktive Infografik aggregieren. Diese Grafik soll dem Nutzer sowohl einen Überblick über die föderale Meinungslandschaft als auch die Möglichkeit der detaillierten Erkundung der Debatte bieten.

Im Hauptteil der Infografik zeigen wir, welche Möglichkeiten es für die Gestaltung des Übergangs Grundschule / weiterführende Schule gibt: Welche Entscheidungsoptionen gibt es? Wie läuft die Entscheidung genau ab? Wie endgültig ist die Entscheidung? Wie werden die Plätze an den Schulen im Einzelnen verteilt?

Im Eingangs-Screen findet der Nutzer zunächst eine schematische Grafik, die ihm einen Überblick in Bezug auf diese Fragestellungen verschafft. Durch Mausklick kann er die verschiedene Elemente heranzoomen, um sich die Details zeigen zu lassen. Die jeweiligen Elemente enthalten Problem-Markierungen, die anzeigen, welche Probleme dieses Element aufwirft.

Über ein Navigationsfenster kann der Nutzer sich orientieren, wo in der Grafik er sich gerade befindet. Eine Informations-Box liefert zu dem ausgewählten Element zusätzliche Informationen, in Textform oder als Datengrafik.

Außerdem gibt es ein weiteres Feld mit einer schematischen Karte der Bundesrepublik, nach Ländern gegliedert. Darüber bekommt man angezeigt, in welchen Ländern das ausgewählte Element existiert. Außerdem kann der Nutzer in diesem Feld gezielt ein Bundesland auswählen und bekommt ausgegeben, wie das System in diesem Bundesland beschaffen ist.

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Stiftung Neue Verantwortung

Apr 30 2010

Diese Woche habe ich bei der Stiftung Neue Verantwortung das Projekt Politikatlas präsentiert.

Das war eine tolle Veranstaltung. Das von Lars Zimmermann handverlesene Publikum kam aus Regierung, Parteien, Stiftungen und Politikberatungsorganisationen und hat sich von dem Thema Politik-Visualisierung spürbar begeistern lassen.

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Afghanistan

Apr 16 2010

* on Prezi

Noch ein, wie ich finde, höchst beachtliches Ergebnis des Potsdam-Seminars: das Szenario-Diagramm zur Frage “Afghanistan-Abzug – Ja oder Nein?” von Pierre La Baume, Karen Hentschel und Marc Tiedemann.

Gratuliere!

Update: Hier ein paar Reaktionen:

Information is beautiful

Visual Complexity

Fastcompany mit inhaltlicher Debatte, die den Wert der Infografik auf das schönste belegt

Datavisualization.ch

Heise Newsticker

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Gendiagnostikgesetz: Präsentation im Bundestag

Apr 09 2010

Mit fünf angehenden Designern war ich vor kurzem im Bundestag, um zwei äußerst spannende Visualisierungskonzepte zum Thema Gendiagnostikgesetz vorzustellen, die im Rahmen des FH-Seminars in Potsdam entstanden waren.

Zur Vorgeschichte: Das Gendiagnostik-Gesetz, im letzten Jahr verabschiedet, ist ein Musterbeispiel für ein Gesetz, das jeden betrifft und für jederman von höchster Relevanz ist, das aber trotzdem weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert und verabschiedet wurde. Es gab eine parlamentarische Anhörung, bei der alle maßgeblichen Interessenverbände und viele wichtige Experten ihre Meinungen einbrachten. Die schriftlichen Stellungnahmen sind öffentlich zugänglich.

Meine Vorarbeit

Diese Stellungnahmen wollte ich als Material für ein Pilotprojekt für den Politikatlas heranziehen: Ich wollte das Argumentationsmaterial, das in diesen Stellungnahmen enthalten ist, in einer komplexen interaktiven Infografik aggregieren, damit den Aufwand, an dieser Debatte auf Augenhöhe teilzunehmen, erheblich senken und so den Kreis der potenziellen Teilnehmer an dieser Debatte entsprechend vergrößern.

Da die Finanzierung nicht so funktionierte, wie wir uns das gewünscht hatten, konnten wir dieses Pilotprojekt zunächst nicht im ursprünglich geplanten Umfang realisieren. Ich hatte aber insoweit vorgearbeitet, als ich einen zentralen Teilaspekt des Gesetzes – die Regelung, inwieweit Versicherungen in der Verwendung gendiagnostischer Daten eingeschränkt werden sollen – bereits kartografiert und ein komplexes Diagramm dazu angefertigt hatte, das die Argumente aus den Anhörungs-Stellungnahmen zu diesem Bereich wiedergab.

Es handelte sich dabei um ein Baumdiagramm:  Wurzel und Ausgangspunkt waren die Probleme, um deren Lösung es in diesem Punkt ging – der potenzielle Druck auf Versicherungsnehmer, ihre Gendaten offen zu legen bzw. sich testen zu lassen, sowie der mögliche Ausschluss von privaten Vorsorgemöglichkeiten bei schlechter genetischer Disposition. Davon zweigen verschiedene Lösungsoptionen ab. Diese werfen wiederum Folgeprobleme auf, aus denen weitere Lösungsoptionen folgen usw. usf.

Kislinger/Neubauer: Wer streitet sich worum mit welchem Argument?

Sonja Kislinger und Mischa Neubauer hatten diese Vorarbeit aufgegriffen und daraus eine elegante grafische Lösung gebaut: Die Probleme sind in ihrem Entwurf durch rot geriffelte Unterstriche gekennzeichnet, die Lösungsoptionen durch schwarze glatte. Die Verbände und Experten, die an der Anhörung teilnahmen, gruppierten sie zu sieben “Protagonisten”, denen sie bestimmte Farbwerte zuwiesen. Mit einem Checkbox-Menü kann man sich die Positionen, die diese Protagonisten in der Debatte vertreten, ausgeben lassen. Dabei kann man erkennen, welche Protagonisten in welchen Fragen verbündet bzw. entgegengesetzter Meinung sind. Man kann sehen, wer wo welche Schwerpunkte setzt.

Download (PDF, 905.65KB)

Jäkel/Schütze/Sonsalla: Ein Notationssystem für politische Debatten

Ganz anders beschaffen, noch origineller, dafür aber weniger leicht zugänglich war die Lösung, die Thomas Sonsalla, Roman Jäkel und Arne Schütze entworfen haben. Sie hatten neben dem von mir vorkartografierten Versicherungsbereich mit enormer Mühe auch den Rest des Gesetzentwurfs bzw. der Anhörungsdebatte dazu kartografiert. Ihre Idee zur grafischen Umsetzung spricht vielleicht auf den ersten Blick vor allem naturwissenschaftlich inklinierte Betrachter an. Aber auf den zweiten Blick wird jeder noch so Chemieadverse zugeben müssen: Das hat was.

Der Charme dieser Lösung liegt darin, dass sie eine Art Notationssystem für politische Debatten generell entwickelt. Man muss sich ein bisschen hineinfuchsen. Aber wenn man das System mal verstanden hat, kann man damit alle möglichen hoch komplexen Debatten abbilden.

Download (PDF, 1.67MB)

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