Neuer Medienpartner Stuttgarter Zeitung
Nach WELT Online und FAZ.net ist jetzt die Stuttgarter Zeitung als dritter Medienpartner mit an Bord beim Politikatlas Schulreform.
Nach WELT Online und FAZ.net ist jetzt die Stuttgarter Zeitung als dritter Medienpartner mit an Bord beim Politikatlas Schulreform.
1.
Gesetzgebung, wie überhaupt politische Gestaltung generell, kann in der heutigen pluralistischen Gesellschaft nur erfolgreich sein, wenn die Betroffenen in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Ohne den Input möglichst weiter Kreise der von der Regulierung Betroffenen ist die Gefahr, am Problem vorbeizuregulieren oder später an gesellschaftlichen Widerständen zu scheitern, übergroß.
“Selten habe ich ein derart gut konzipiertes Interface gesehen, wenn überhaupt zuvor.” EDaktik.de
Wie bringen wir unseren Kindern besser das Lernen bei? Ist es richtig, sie in verschiedene Schularten zu sortieren? Und wenn ja, in welchem Alter? Was wird aus der Hauptschule? Und was aus den Gymnasien?
2011 wird in sechs Ländern gewählt. Wahlkampfthema Nr. 1 wird überall das Thema Schulreform sein.
Die Fragen sind überall die gleichen. Die Antworten nicht: Die 16 Bundesländer setzen auf ganz unterschiedliche Modelle.
Welche das sind, wo die Probleme liegen und wo die Lösungen und wie alles mit allem zusammenhängt – das zeigt der Politikatlas Schulreform, den wir heute der Öffentlichkeit präsentieren.
Update 10.10.2010: Die FAZ hat den Politikatlas ebenfalls auf ihrer Website eingebunden, außerdem auf dem Themenportal FAZSchule.net.
WELT Online macht mit dem Politikatlas auf:
Und präsentiert den Politikatlas Schulreform exklusiv und vorab für die WELT-Online-Leser.
Wir sind gespannt auf die Resonanz.
Morgen erblickt unser Pilotprojekt, der Politikatlas Schulreform, das Licht der Öffentlichkeit.
Wir haben die WELT als Partner für den Start gewinnen können. Die morgige Ausgabe bringt einen Artikel zu dem Projekt, und WELT Online wird den Politikatlas exklusiv vorab veröffentlichen.
Das freut uns sehr.
Die Beta-Version steht. Wir testen sie jetzt noch, glätten letzte inhaltliche Feinheiten und checken alle Inhalte noch einmal sorgfältig gegen.
Soviel kann ich jetzt schon sagen: Das Ding ist echt schön geworden. Dank und Kompliment an Karen Hentschel, Pierre La Baume und Marc Tiedemann! Die drei haben gearbeitet wie die Brunnenputzer in den letzten Wochen. Hat sich das gelohnt? Aus meiner Sicht auf jeden Fall.
Gelauncht wird im Herbst, wahrscheinlich Anfang November. Später als geplant, aber ist ja immer so. Dann gibt’s hier richtig was zu gucken.
Unser Pilotprojekt, finanziert von der Vodafone Stiftung, nimmt Gestalt an. Bis Anfang Juli soll das grafische Konzept im Detail stehen. Anfang September wollen wir die Seite launchen.
Die Reform des Schulsystems ist ein komplexes Thema, das sehr viele Menschen unmittelbar in ihrer Lebensführung betrifft. Schulpolitik ist Ländersache, daher gibt es, anders als bei Reformen auf Bundesebene, nicht eine gebündelte Reformdiskussion, sondern 16 verschiedene, die teilweise an disparaten landesspezifischen Gegebenheiten ansetzen. Andererseits sind die Probleme, die die Reformdebatte auslösen – soziale Herkunft als bestimmender Faktor, mangelnde Durchlässigkeit, schwaches Abschneiden in Leistungstests, Niedergang der Hauptschulen etc. – vielfach länderübergreifend die Gleichen.
Am Beispiel Übergang Grundschule / weiterführende Schule wollen wir die Positionen und Lösungsansätze, die dazu in den einzelnen Bundesländern angeboten und diskutiert werden, in eine umfangreiche interaktive Infografik aggregieren. Diese Grafik soll dem Nutzer sowohl einen Überblick über die föderale Meinungslandschaft als auch die Möglichkeit der detaillierten Erkundung der Debatte bieten.
Im Hauptteil der Infografik zeigen wir, welche Möglichkeiten es für die Gestaltung des Übergangs Grundschule / weiterführende Schule gibt: Welche Entscheidungsoptionen gibt es? Wie läuft die Entscheidung genau ab? Wie endgültig ist die Entscheidung? Wie werden die Plätze an den Schulen im Einzelnen verteilt?
Im Eingangs-Screen findet der Nutzer zunächst eine schematische Grafik, die ihm einen Überblick in Bezug auf diese Fragestellungen verschafft. Durch Mausklick kann er die verschiedene Elemente heranzoomen, um sich die Details zeigen zu lassen. Die jeweiligen Elemente enthalten Problem-Markierungen, die anzeigen, welche Probleme dieses Element aufwirft.
Über ein Navigationsfenster kann der Nutzer sich orientieren, wo in der Grafik er sich gerade befindet. Eine Informations-Box liefert zu dem ausgewählten Element zusätzliche Informationen, in Textform oder als Datengrafik.
Außerdem gibt es ein weiteres Feld mit einer schematischen Karte der Bundesrepublik, nach Ländern gegliedert. Darüber bekommt man angezeigt, in welchen Ländern das ausgewählte Element existiert. Außerdem kann der Nutzer in diesem Feld gezielt ein Bundesland auswählen und bekommt ausgegeben, wie das System in diesem Bundesland beschaffen ist.
Die Vodafone-Stiftung wird (wenn alles gutgeht) uns bei folgendem spannenden Projekt unterstützen: Wir werden ein interaktives Diagramm zur schulpolitischen Debatte in Deutschland entwickeln, und zwar zu der Frage, wie man den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule gestaltet.
Dazu gibt es in den 16 Bundesländern jeweils ganz verschiedene Regelungen, und diese beruhen auf ganz verschiedenen Argumenten und Begründungen. Diese Regeln und das dazugehörige Für und Wider werden wir kartografieren und so einen Überblick über die föderale Meinungslandschaft zu diesem spannenden Thema geben.
Für die nächste Pilotphase gelang es uns, den Deutschen Bundestag als Projektpartner zu gewinnen: Die Kartografierung des Gendiagnostik-Gesetzes bzw. des Argumentationsmaterials aus der parlamentarischen Anhörung dazu.
Das Gendiagnostik-Gesetz ist ein echter Testfall für das Projekt:
Wir erstellten zunächst eine Roh-Kartografierung für den Komplex Versicherungen – den Teil des Gendiagnostik-Gesetzes, der sich mit den Folgen der Gendiagnostik auf den Zugang zu privater Vorsorge befasst, sowie mit den Folgen für das Recht, die eigene Gendisposition nicht zu kennen.
Dazu fertigten wir mit Hilfe und Beratung des Sekretariats des zuständigen Gesundheitsausschusses des Bundestags ein komplexes Diagramm an, das gleichsam den Bauplan der Karte dieses Ausschnitts des Gendiagnostikgesetzes wiedergibt:
Diagramm Gendiagnostikgesetz problemorientiert 16.6.09
Die wolkenförmigen Shapes stehen dabei für Probleme, um deren Lösung es in dem diskutierten Gesetz geht. Die rechteckigen Shapes stehen für die verschiedenen Lösungsoptionen, die dazu im Gespräch sind. Sie werfen wiederum Folgeprobleme auf (rote Pfeile). Die Stärke der Pfeilbeziehungen steht für die Zahl der Teilnehmer, die die jeweilige Position vertreten. Welche Teilnehmer eine Position vertreten, gibt das Diagramm ebenfalls aus; das lässt sich allerdings im pdf-Format nicht abbilden.
Diese Roh-Kartografierung bedarf noch einer grafischen Benutzeroberfläche samt Navigation, um sich darin zurechtfinden zu können.
Als Technikpartner hatten wir das Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin für das Projekt interessieren können. Als Finanzierungspartner waren wir mit der Bertelsmannstiftung im Gespräch. Allerdings gelang es nicht, die für die grafische und technische Umsetzung nötigen erheblichen Finanzmittel zu erhalten, so dass wir mit diesem Projekt an dieser Stelle nicht weiter kamen.
Politik-Karten sollen dem Betrachter helfen, sich in Gesetzgebungs-Themen zurechtzufinden und über das Für und Wider der verschiedenen Lösungsoptionen mitdiskutieren zu können.
Um zu veranschaulichen, wie so etwas aussehen könnte, bauten wir mit Hilfe eines Grafikers ein paar Mockup-Slides: Continue Reading »